Freiklettern – erste Erfahrungen

Im Rahmen des Hobbys Geocaching habe ich einige Jahre lang seilunterstütztes Baumklettern (kurz: SKT) betrieben. Das wurde mir im Laufe der Zeit allerdings zu eintönig, weshalb ich vor etwa einem halben Jahr den Schwenk zum Freiklettern gesucht habe. Meine ersten Erfahrungen habe ich nun gemacht und möchte kurz darüber berichten.

Angefangen habe ich mit einem zweitägigen Einsteigerkurs. Im Vergleich zum SKT ist mir direkt aufgefallen, wie anstrengend Freiklettern ist. Nach nur wenigen Routen an der Kletterwand hatte ich das Gefühl, dass mir die Unterarme platzen. Diese Belastung war für meine Finger bzw. für deren Muskulatur komplett ungewohnt. Nach den ersten Klettertagen hatte ich daher immer einen fürchterlichen Muskelkater. Von den alten Kletterhasen lernte ich jedoch, dass das hauptsächlich ein anfängerspezifisches Problem ist. Neulinge neigen dazu, die Griffe viel mehr zu belasten als notwendig wäre. Ich solle versuchen, mehr Kraft in die Beine zu verlagern. Außerdem werden sich die Arme mit der Zeit an die Belastung gewöhnen.

Also ging es für mich in der Anfangszeit erstmal darum möglichst viel zu klettern, um Fortschritte in Technik und Kraftausdauer zu machen. Außerdem musste ich selbstverständlich die Sicherungstechniken verinnerlichen, die Bestandteil der Prüfung zum Vorstiegsschein sind. Die Vorstiegsprüfung habe ich nach ein paar Übungsstunden erfolgreich abgelegt. Daraufhin konnte ich mich selbstständig mit einem Kletterpartner an der Wand bewegen. Dicke Unterarme bekomme ich noch immer. Allerdings kann ich mittlerweile viel mehr Routen klettern, bevor die Beschwerden auftreten. Und eines ist ganz klar: Freiklettern rockt!

Jede Route ist anders, jeder Zug ist anders, das macht den Sport abwechselungsreich. Und da man oft im Vorstieg unterwegs ist, kommt auch nochmal eine größere mentale Komponente dazu. Man muss raus aus der Komfortzone. In einem Artikel habe ich letztens den Satz gelesen: „Klettern beginnt im Kopf“. Dem kann ich komplett zustimmen.

Bisher war ich ausschließlich an der Kletterwand aktiv, doch bei Gelegenheit möchte ich unbedingt auch mal in der freien Natur am Fels klettern. Der Harz und der Ith als Norddeutsche Klettergebiete sind nicht weit weg. Vorher hätte ich aber gerne noch mehr Sicherheit in meinem derzeitigen Schwierigkeitsgrad, und wenn ich noch einen draufpacken könnte, würde das auch nicht schaden. Daher heißt es für mich weiterhin noch fleißig üben und trainieren!

Kletterst Du auch? Wie waren oder wie sind Deine Erfahrungen als Anfänger im Freiklettern? Ging oder geht es Dir ähnlich?

 

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