Kurztrips nach Amsterdam und Rotterdam

Anfang des Jahres 2026 unternahmen wir Städtereisen in die beiden größten Metropolen der Niederlande. Zunächst verbrachten wir einige Tage über den Jahreswechsel in Amsterdam. Mitte Februar besuchten wir dann für ein Wochenende Rotterdam.

Amsterdam (29.12.25 – 01.01.26)

In Amsterdam waren wir vorher schon zweimal. Die Besuche liegen jedoch schon einige Jahre zurück (2011 und 2014). Am ersten Tag zogen wir erstmal zu Fuß durch die Stadt und verbrachten viel Zeit in der größten Einkaufsstraße, der Kalverstraat. Das Beste an diesem Teil der Stadt ist die kleine Kirche St. Joseph. Deren Eingang befindet sich gut getarnt mitten im geschäftlichen Trubel der Kalverstraat. Ich schätze, dass 95% der Touristen dieses Gebäude gar nicht auffällt.

Natürlich darf auch eine Grachtenrundfahrt mit dem Boot nicht fehlen. In der Regel sind diese Rundfahrten auch kein Touristennepp. Man bekommt viel zu sehen und auch entsprechende Erklärungen dazu. Unsere Tour ging entlang der Herengracht, die halbkreisförmig um die Altstadt verläuft, über den Nordseekanal und zurück über die Nieuwe Herengracht zum Ausgangspunkt.

Am Silvesterabend starteten wir eine ganz besondere Unternehmung. Während unseres Aufenthaltes fand das 14. Amsterdam Light Festival statt. Bei diesem Event wurden rund 20 Lichtkunstwerke in und an den Grachten ausgestellt. Wir erstellten uns eine Route, die an allen Kunstwerken entlang führte und spazierten etwas abseits der feierwütigen Silvesterbesucher bis spät in den Abend durch die Stadt.

Den Rutsch ins neue Jahr erlebten wir später an Deck auf unserem Hotelboot. Vom Hafen aus hat man beste Sicht auf die Stadt und das Feuerwerk. Man ist aber auch weit genug entfernt von den großen Menschenmengen im Zentrum.

Rotterdam (13.02.26 – 15.02.26)

Mitte Februar verbrachten wir ein Wochenende in Rotterdam. Wer an die Niederlande denkt, hat oft zuerst Amsterdam vor Augen. Doch unser zweitägiger Besuch in Rotterdam hat gezeigt, dass die zweitgrößte Stadt des Landes ihren ganz eigenen Reiz besitzt. Moderne Architektur, maritime Atmosphäre und ein lebendiges Stadtleben machten den Kurztrip zu einem echten Erlebnis.

Nach unserer Anreise blieb zunächst etwas Zeit, die ersten Eindrücke der Stadt aufzunehmen. Schon auf dem Weg durch Rotterdam fiel auf, wie modern und großzügig die Innenstadt wirkt. Anders als viele andere europäische Städte präsentiert sich Rotterdam mit futuristischen Gebäuden, breiten Straßen und einer beeindruckenden Skyline.

Am Abend stand dann der eigentliche Höhepunkt des ersten Tages auf dem Programm: die Night Session des Viertelfinales der ABN AMRO Open. Das traditionsreiche ATP-Turnier zählt zu den wichtigsten Hallenturnieren Europas und lockt jedes Jahr die besten Tennisspieler der Welt an.

Die Atmosphäre in der Arena war hervorragend. Die Zuschauer waren begeistert dabei, und die Mischung aus Spitzensport, perfekter Organisation und moderner Eventkulisse sorgte für einen unvergesslichen Abend. Selbst für Besucher, die nicht regelmäßig Tennis verfolgen, ist ein solches Turnier ein beeindruckendes Erlebnis. Gegen Mitternacht machten wir uns schließlich zurück auf den Weg zum Hotel – voller Vorfreude auf den kommenden Tag.

Nach dem Frühstück starteten wir zu einem ausgedehnten Stadtrundgang. Rotterdam ist eine Stadt, die man am besten zu Fuß erkundet, denn hinter nahezu jeder Straßenecke wartet ein neues architektonisches Highlight.

Erster Stopp war die berühmte Markthal. Schon von außen beeindruckt das riesige, bogenförmige Gebäude. Im Inneren eröffnet sich ein spektakulärer Raum mit einer farbenfrohen Kunstinstallation an der Decke. Zwischen Obstständen, internationalen Spezialitäten, Restaurants und Cafés herrscht ein lebendiges Treiben. Hier spürt man die internationale Atmosphäre der Stadt besonders deutlich.

Nur wenige Gehminuten entfernt befinden sich die ikonischen Kubushäuser. Die schräg aufgestellten gelben Würfel gehören zu den bekanntesten Wahrzeichen Rotterdams. Sie wirken fast so, als würden sie den Gesetzen der Schwerkraft trotzen. Die ungewöhnliche Architektur zieht Besucher aus aller Welt an und ist eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt.

Direkt neben den Kubushäusern liegt die Oude Haven, der Alte Hafen. Zwischen historischen Schiffen, gemütlichen Restaurants und modernen Hochhäusern entsteht ein spannender Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Hier legten wir eine kleine Pause ein und genossen die maritime Atmosphäre bei herrlichem Wetter.

Von dort führte unser Weg weiter zur berühmten Erasmusbrücke. Die elegante Schrägseilbrücke verbindet die nördliche mit der südlichen Stadtseite und wird aufgrund ihrer Form auch „Der Schwan“ genannt. Von hier aus bieten sich fantastische Ausblicke auf die Skyline, die modernen Hochhäuser und die vorbeifahrenden Schiffe.


Am Nachmittag folgte ein weiterer Höhepunkt unseres Aufenthalts: eine Hafenrundfahrt durch den Rotterdamer Hafen – dem größten Europas.

Erst vom Wasser aus erkennt man die gewaltigen Dimensionen dieses Wirtschaftszentrums. Frachtschiffe aus aller Welt, riesige Containerterminals, Werften und moderne Hafenanlagen prägen das Bild. Während der Rundfahrt wurde deutlich, welche Bedeutung Rotterdam für den internationalen Handel besitzt.

Besonders beeindruckend war die Kombination aus technisch hochentwickelten Hafenanlagen und der modernen Skyline, die immer wieder am Horizont auftauchte. Die Fahrt vermittelte einen faszinierenden Einblick in die Dynamik und Innovationskraft der Stadt.


Fazit: Rotterdam überrascht

Rotterdam hat uns positiv überrascht. Die Stadt wirkt international, modern und gleichzeitig entspannt. Während viele europäische Städte vor allem durch historische Altstädte geprägt sind, setzt Rotterdam bewusst auf Innovation, Architektur und Zukunftsorientierung.

Die Kombination aus Weltklasse-Tennis bei den ABN AMRO Open, außergewöhnlicher Architektur, maritimem Flair und der beeindruckenden Hafenwelt machte unseren Kurztrip zu einem rundum gelungenen Erlebnis.

Wer eine moderne und vielseitige Städtereise abseits der klassischen Touristenpfade sucht, sollte Rotterdam unbedingt auf seine Reiseliste setzen. Die Stadt zeigt eindrucksvoll, wie spannend urbanes Leben im 21. Jahrhundert sein kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert